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3 Celli auf Reisen – Fischerkirche Born

30. August 2024 @ 20:00 22:00

Hochvirtuose und schwelgerische Musik des 17. & 18. Jhs.
Für drei Violoncelli
Mit Werken von Georg Friedrich Händel, Giuseppe Clemente Dall’Abaco, Benedetto Marcello u.a.

Mit dem Trio tiefsaits

Mirjam Münzel, Anna Reisener, Alma Stolte

Das Trio tiefsaits folgt einer jährlichen Tradition und tritt in den drei wunderschönen KIrchen auf dem Darß auf: Ahrenshoop, Born und Prerow.
Es werden virtuose Cellotrios zu Gehör gebracht, darunter die frisch wiederentdeckten und kürzlich vom Trio tiefsaits aufgenommenen 2 Sonaten für drei Celli des Komponisten Giuseppe Clemente Dall’Abaco.

tiefsaits ist ein junges Berliner Ensemble, das sich auf historische, tiefe Streichinstrumente – Barockcello und Viola da Gamba – spezialisiert hat. Die drei Musikerinnen widmen sich einem breit gefächerten Repertoire, das von Renaissance-Consort über hochbarocke Sonaten bis hin zu virtuoser Musik der Romantik reicht.

2024 erscheint ihre Debut-CD beim Label DaVinci Records mit Ersteinspielungen von Cellotrios des Komponisten Joseph Dall’Abaco. Das Ensemble ist derzeit Träger des Stipendiums #Musikerzukunft der Deutschen Orchesterstiftung.

P R O G R A M M

Mitte des 18. Jahrhunderts erlebt das Violoncello seine Blütezeit – es beginnt zu singen. Noch geerdet durch die Nähe zu seiner bisherigen Bassfunktion gedeiht es als „großer Bruder“ der Violine in dieser Entwicklungsphase zu einem virtuosen Melodieinstrument. In verschiedenen Regionen Europas finden sich besondere musikalische Schätze: Cellotrios.

Eröffnet wird der Abend durch einen Satz aus Georg Friedrich Händels ‘Wassermusik’. Cellisten aus ganz Europa reisten in die kulturell bedeutsame Metropole London, wo Händel dem Instrument in seinen Opern mehrfach eine besondere, neuartige Rolle verlieh.

Die fulminanten Trios von Giuseppe Clemente Dall’Abaco sind gerade erst wiederentdeckt worden und das Trio tiefsaits erweckt sie auf dieser musikalischen Entdeckungstour aus dem Dornröschenschlaf. Dall’Abacos 11 Capricci für Violoncello Solo finden unter Cellist*innen wie Zuhörer*innen immer größeres Ansehen. Fantasievollen Melodien und spannenden harmonischen Wendungen folgend bilden drei davon in diesem Programm ein intimes Gegengewicht zum vollen Klang dreier gleichzeitig erklingender Celli.

In Frankreich setzte Jean-Baptiste Barrière mit seinen Sonaten für Violoncello und Basso Continuo neue spieltechnische Maßstäbe. In den 4 Bänden existiert nur eine einzige ‘Sonata a trè’. Benedetto Marcello hingegen verlegte 1736 in Amsterdam 6 Sonaten für diese Besetzung.